Rezension Hendrik Lambertus – Die 2. Mission der tollkühnen Bücher

Rezension Hendrik Lambertus – Die 2. Mission der tollkühnen Bücher

Autor: Hendrik Lambertus
Titel: Die 2. Mission der tollkühnen Bücher
Herausgeber: Ueberreuter Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 17. Februar 2021
Buchlänge: 160 Seiten
ISBN: 978-3-7641-5173-7
Preis: HC 12,95€ / eBook 9,99€
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♥ Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

Sie leben unerkannt in den Regalen von Bibliotheken und Buchhandlungen: die Buchagenten! Es sind lebendige Bücher, die sprechen und sogar laufen können. Von ihrem Hauptquartier, einem alten Antiquariat, aus wachen sie über ihre schlafenden Buchgeschwister und beschützen die Bücherwelt vor jeder kleinsten Gefahr. Doch eine ungeahnte Bedrohung sucht die Buchheit heim: Der geheimnisvolle „Zensor“ treibt sein Unwesen und liest immer mehr Bücher leer. Und dann wird auch noch das Oberhaupt der Buchagenten, Tabula Smaragdina, entführt! Nun ist es an drei chaotischen Jung-Buchagenten, Smaragdina und sämtliche Bücher auf der Welt vor dem Vergessenwerden zu retten!

Quelle: Ueberreuter Verlag

 

 

 

Nachdem ich ja mit dem Einstieg in die Welt der tollkühnen Bücher Anfang 2020 so meine Probleme hatte, dann aber alles revieren musste, weil Hendrik Lambertus wirklich eine süchtig machende Welt erschaffen hat, war meine Freude auf die kürzlich erschienene Fortsetzung entsprechend groß.
Endlich geht es wieder los und mit den lebendigen Druckwerken – endlich kommen sie wieder und nehmen mich mit auf eine neue Mission!
Und ich kann euch vorab schon mal verraten, dass mich diese definitiv noch mehr begeistert hat als die erste!

 

Mit Herz und Hand, Einband und Seiten, wollen wir zum Schutz der Bücher schreiten!
(Seite 25)

 

Als aus einer antiken Buchausstellung eine Schriftrolle spurlos verschwindet, wittern die jungen Buchagenten und ihre zwei Freunde Mel und Arthur sofort einen neuen Fall. Doch ihr anfänglicher Verdacht auf Diebstahl erweist sich als falsch, denn das Pergament ist nicht etwa einem Langfinger zum Opfer gefallen, sondern hat sich selbstständig befreit und befindet sich nun auf der Flucht. Und dann stellt sich auch noch heraus, dass es sich bei dem Ausreiser um den bösen Liber Veneficiorum handelt, der einen fiesen Plan verfolgt: Er will die mächtige Feder des Thot stehlen und damit die Herrschaft der gesamten Buchheit an sich reißen.
Dieses Vorhaben gilt es nun zu verhindern und deswegen machen sich Hedy Hexensocke, Paulchen Piratenkind und Reginald Ratlos und den beiden Menschenkindern Mel und Arthur auf den Weg in die Buchlande, zum Tempel der Feder und erleben dabei ein unglaubliches Abenteuer.

 

Wie schon im Auftakt, erwartet den Leser auch in der Fortsetzung wieder eine zauberhaft lustige und abenteuerliche Reise durch eine fantastisch beschriebene Buchwelt, die durch die wunderschönen und kindgerechten Illustrationen noch intensiver wirkt.
Man möchte förmlich selbst ins Buch hüpfen und alles mit eigenen Augen sehen und so war auch nicht verwunderlich, dass ich teilweise bis zu fünf Minuten auf die bunten Bilder gestarrt habe, um wirklich jedes Detail aufzusaugen.

Es war das reinste Vergnügen erneut auf die ulkige Truppe zu treffen und ich hing bis zum Ende an den Worten von Hendrik Lambertus und seinen einfallsreichen Ideen wie beispielsweise der breiigen Masse Laba:

 

Eine unangenehme Sache in den Buchlanden. Wenn man immer nur labert, ohne dabei wirklich etwas zu sagen, dann entsteht dabei Laba: eine breiige Masse, die sinnlos herumblubbert und noch dazu ganz schön gefährlich ist, wenn man hineinfällt.
(Seite 131)

 

Was ich neben den farbigen Illustrationen nicht genug loben kann, sind die großartigen Charaktere, die sich sofort beim Leser im Herz einnisten. Egal ob Haupt- oder Nebenfiguren, alle haben ihren berechtigten Platz, sind teilweise verschroben, eigenartig, zauberhaft liebenswert oder altersgerecht böse und tragen durch ihre Individualität dazu bei, die Geschichte zu etwas ganz Besonderem zu machen.
Selbst das Setting übertrifft den ersten Band bei weitem. Man fühlt sich zeitweise an Herr der Ringe oder Indiana Jones erinnert und durch die Rätsel und die spannungsreiche Atmosphäre fliegt man einfach nur so durch die Seiten.
Und wenn man dann am Ende angekommen ist und noch immer nicht genug von der 2. Mission der tollkühnen Bücher hat (wie zum Beispiel ich), wird man im Anschluss mit einem Buchagenten-Eignungstest samt Urkunde belohnt.
Für mich ein Rundumpacket zum Staunen und Wohlfühlen – ganz große Klasse!

 

 

Eine wunderschöne Illustrierte und einfallsreiche Geschichte zum Mitfiebern – verrückt, witzig und mit viel Fantasie.
Definitiv nicht nur für ein junges Publikum geeignet, denn selbst ich, mit meinen 36 Jahren, bin vollkommen begeistert von dieser agentenstarken Fortsetzung.

Und deshalb gibt es von mir auch eine absolute Leseempfehlung!

 

 

♥ Vielen Dank an den Ueberreuter Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über den Autor
Hendrik Lambertus wurde 1979 in Hannover geboren. Er studierte deutsche, skandinavische und indische Literatur in Tübingen und war dort während seiner Promotion als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Danach machte er seine Liebe für das Schreiben zum Beruf und gründete seine eigene Schreibwerkstatt, die „Satzweberei“. Als Autor erschafft er besonders gerne bunte Phantasiewelten, in die er alte Motive aus Märchen, Sagen und Mythen einfließen lässt. Mit seiner Frau und seinen vier Kindern lebt er in der Nähe von Bremen.

Quelle: Ueberreuter Verlag

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