Rezension Glennon Doyle – Ungezähmt

Rezension Glennon Doyle – Ungezähmt

Autor: Glennon Doyle
Titel: Ungezähmt
Herausgeber: Rowohlt Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 17. November 2020
Buchlänge: 352 Seiten
Titel der Originalausgabe: Untamed
ISBN: 978-3-499-00621-0
Preis: Broschiert 16,00€ / eBook 14,99€
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♥ Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

Der New-York-Times-Bestseller, von dem alle reden! Seit ihrem zehnten Lebensjahr strebt Glennon Doyle danach, gut zu sein: eine gute Tochter, eine gute Freundin, eine gute Ehefrau – so wie die meisten Frauen schon als Mädchen lernen, sich anzupassen. Doch statt sie glücklich zu machen, hinterlässt dieses Streben zunehmend ein Gefühl von Müdigkeit, Über- und Unterforderung. Glennon – erfolgreiche Bestsellerautorin, verheiratet, Mutter von drei Kindern – droht, sich selbst zu verlieren. Bis sie sich eines Tages Hals über Kopf in eine Frau verliebt – und endlich beschließt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Glennon Doyle zeigt uns, was Großes geschieht, wenn Frauen aufhören, sich selbst zu vernachlässigen, um den an sie gestellten Erwartungen gerecht zu werden, und anfangen, auf sich selbst zu vertrauen. Wenn sie auf ihr Leben schauen und erkennen: Das bin ich. Ungezähmt.

Quelle: Rowohlt Verlag

 

 

 

Glennon Doyle strebt seit ihrem zehnten Lebensjahr danach, gut zu sein: eine gute Tochter, eine gute Freundin, eine gute Ehefrau, eine gute Mutter – so wie die meisten Frauen und Männer schon als Kinder lernen, sich anzupassen. Doch mit diesem andere-glücklich-machen, hinterlässt dieses Streben bei ihr zunehmend auch ein Gefühl von Müdigkeit und Überforderung und sie droht, sich selbst zu verlieren. Bis sie sich eines Tages Hals über Kopf in eine Frau verliebt und beschließt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Wer sind wir, wenn wir uns nicht von der Gesellschaft formen lassen würden, sondern unser Leben selbst und selbstbestimmt in die Hand nehmen?
Handeln wir wirklich so, wie wir es wollen, oder wie es von uns erwartet wird?
Auf eine befreiende Art beschreibt Glennon Doyle in Ungezähmt ihren Weg von einem von Erwartung geprägten Leben hin zu sich selbst und hat mich dabei auf eine ganz besondere Weise berührt.

 

Will ich das wirklich, oder wurde ich dazu konditioniert, es zu wollen?
Welche Überzeugungen habe ich selbst kreiert und welche wurden mir einprogrammiert?
Wie viel von der Frau, die ich geworden bin, gehört von Natur aus zu mir und wie viel von ihr sind lediglich übernommene Konzepte? […] […] Wer war ich, ehe ich die wurde, die zu sein mir die Welt befahl?

(Seite 18)

 

Doch so sehr mir ihre Texte auch gefallen und so viele Worte ich mir auch markiert und verinnerlicht habe, gibt es doch Passagen, mit denen ich mich nicht zu 100% identifizieren konnte.
Manchmal, weil sie mir leider etwas zu dogmatisch rüberkam und manchmal, weil sich gewisse Dinge einfach zu oft wiederholen. Außerdem merkt man dem Buch auch deutlich Doyles religiöse Prägung an – zwar nicht so, als würde sie von einer Kanzel herunter zu ihren Lesern predigen, aber dennoch musste ich einige Male mit den Augen rollen. Dieser Punkt ist sicherlich Ansichtssache und tut dem Lesevergnügen, zumindest in meinem Falle, keinen Abbruch, weil es in erster Line nicht darum geht wer an was glaubt, oder ob Gott, wie sie ihn sieht, nun existiert. Es geht vielmehr darum sich endlich vollständig zu fühlen und selbst Herzschmerz und Zorn zu achten und wahrzunehmen. Vorbild sein, für all die jene, die auf dem Weg sind, sich endlich zu finden und vielleicht noch etwas Mut dazu benötigen.

 

Wir haben vergessen zu wissen, als wir lernten, zu gefallen.
Das ist der Grund, weshalb wir mit Hunger leben.

(Seite 38)

 

Ungezähmt ist aufregend, kraftvoll und zärtlich. Zugleich eine intime Erinnerung, als auch ein Weckruf. Es ist die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau, die sich weigert auf ihr Leben zugunsten ihrer Mitmenschen, ja selbst ihrer Familie, zu verzichten um endlich erfüllt zu leben.
Sie macht Mut, ohne wie ein Motivationscoach zu wirken, der nur sein Mantra herunterbetet und doch kehren bestimmte Aussagen immer wieder: Hör auf dein Inneres und nimm dir die Zeit, vor jeder Entscheidung in dich zu kehren.
Zwar klopft sie sich dabei des Öfteren selbst auf die Schulter, aber wenn sie es nicht täte – ich hätte es auch so gerne für sie übernommen.

 

Du kannst alles werden: Laut, leise, frech, klug, vorsichtig, impulsiv, kreativ, freundvoll, groß, wütend, neugierig, gefräßig, ambitioniert. Du hast die Erlaubnis, Raum einzunehmen auf dieser Welt, mit deinen Gefühlen, deinen Ideen, mit deinem Körper.
Du musst nicht schrumpfen.
Du musst keinen Teil von dir verstecken, niemals.

(Seite 175)

 

 

 

Ungezähmt wirkt wie eine Art Therapie, die man gemeinsam mit der Autorin durchläuft.
ihre Worte machen Mut, wecken und erschrecken und regen vor allem zum Nachdenken an. Und auch wenn ich nicht mit allen Punkten von Glennon Doyle konform gehe, hat sie mein Denken schon jetzt in gewissen Punkten beeinflusst – und das muss ein Buch erstmal schaffen.

Von mir gibt es deshalb auch eine klare Leseempfehlung!

 

 

♥ Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über die Autorin

Glennon Doyle ist Bestsellerautorin, renommierte Aktivistin sowie Gründerin und Präsidentin von Together Rising, einer von Frauen geführten gemeinnützigen Organisation. Oprah Winfrey gehört zu ihren Unterstützerinnen, genau so wie Elizabeth Gilbert und Reese Witherspoon. Glennon Doyle lebt mit ihrer Familie in Florida.

Quelle: Rowohlt Verlag

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