Rezension Anne Freytag – Aus schwarzem Wasser

Rezension Anne Freytag – Aus schwarzem Wasser

Autor: Anne Freytag
Titel: Aus schwarzem Wasser
Herausgeber: dtv / bold Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 21. August 2020
Buchlänge: 608 Seiten
ISBN: 978-3-423-23019-3
Preis: Broschiert 16,90€ / eBook 9,99€
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♥ Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

Ohne zu bremsen, rast die Innenministerin Dr. Patricia Kohlbeck mit ihrem Dienstwagen in die Spree. Mit dabei: ihre Tochter Maja. »Du kannst niemandem trauen, sie stecken alle mit drin«, ist das Letzte, was sie zu ihrer Tochter sagt, bevor sie ertrinkt. Auch Maja stirbt – wacht jedoch wenige Stunden später unversehrt in einem Leichensack im Krankenhaus wieder auf. Wie ist das möglich?

Während Maja versucht, Antworten zu finden, ereignet sich eine verheerende Naturkatastrophe nach der anderen. Und gegen ihren Willen gerät sie in einen Konflikt aus Lügen, Intrigen und Machtkämpfen, dessen Folgen fatale Ausmaße annehmen.

Quelle: dtv / bold Verlag

 

 

 

Wer bereits Bücher von Anne Freytag gelesen hat der weiß, dass ihre Geschichten, zumindest aus meiner Sicht, immer ein Garant für besondere Lesestunden sind.
Alle ihre bisher erschienenen Jugendbücher brachten mich als Leser zum Nachdenken und Verstehen, denn durch sie fühlt man sich schon fast gezwungen, sich mit Themen auseinanderzusetzten, die tiefer gehen und mehr berühren, als es sonst Bücher in diesem Genre tun.

Doch nun wagt sie sich in neue Gefilde und bringt einen Thriller heraus, der ihr bereits seit 10 Jahren in Kopf herumspukt und meine Frage war ganz klar: Kann sie mich damit auch überzeugen?

 

Die Innenministerin Dr. Patricia Kohlbeck steuert mit ihrem Wagen in die Spree. Auf dem Beifahrersitz: ihre Tochter Maja. Für beide scheint jede Hilfe zu spät, bis Maja Stunden später steif gefroren und zitternd in einem Leichensack zu sich kommt. Zuerst kann sie sich an nichts erinnern, bis ihr die letzten Worte ihrer Mutter wieder einfallen: Du kannst niemandem trauen, sie stecken alle mit drin und von da an ist ihr klar, dass sie ermordet wurde.
Einer Kurzschlussreaktion folgend, flüchtet sie aus dem Krankenhaus und versucht auf eigene Faust zu ermitteln und kommt dabei mehr und mehr hinter das Forschungsgeheimnis ihrer Mutter, das unweigerlich mit den kürzlich auftretenden Naturkatstrophen zusammenhängen muss.

 

Aus schwarzem Wasser kann meiner Meinung nach gar nicht so leicht einem bestimmten Genre zugeordnet werden, da es sowohl Fantasy- als auch Thrillerelemente vereint – doch wenn man dieser Geschichte unbedingt einen Namen geben muss, würde ich sie eher als Spannungsroman bezeichnen.
Knapp 600 Seiten umfasst die Handlung, die im Hier und Jetzt angesiedelt und in relativ kurze Kapitel eingeteilt ist, wobei diese verschiedene Parallelhandlungen, Rückblenden und Perspektivwechsel vereint.
Der Inhalt selbst ist temporeich und diverse Cliffhanger halten die Spannung hoch.

So weit, so gut, das Gerüst steht und hat mich auch direkt überzeugt, aber wie sieht es mit dem Inhalt aus?
Ich muss zugeben, dass ich erst einmal recht angetan war. Von Beginn an konnte mich die Geschichte rund um Maja fesseln und auch die verheerenden Naturkatastrophen steigerten meine Neugierde auf die möglichen Ursachen.
Aber genau diese Ursachen waren dann auch mein Problem. Ich bin an dieses Buch ziemlich unbedarft herangegangen und dachte, dass mich ein Thriller erwartet.
Punkt.
Ein reiner Thriller, in der ein junges Mädchen knapp dem Tod entrinnt und plötzlich auf eine Verschwörung und menschliche Abgründe stößt.
Doch dann kam ein Ereignis und meine Seifenplatze platzte. Plötzlich mischt sich Fantasy unter das Weltuntergangsszenario und ich war so überrascht darüber, dass ich das Buch erst einmal zu Seite legen musste.
Kennt ihr das? Das Gefühl inhaltlich vollkommen überrumpelt zu werden, dass euer Hirn nach einer Pause schreit?
Ich bisher nicht und so wusste ich im ersten Moment auch gar nicht wohin mit mir.
Aber nachdem das Stirnrunzeln eine halbe Stunde später endlich überwunden war, konnte ich mich zum Glück von neuem auf die Geschichte einlassen und war bis zum Ende wirklich begeistert.
Gebannt verfolgte ich Majas Weg und letztendlich hat es Anne Freitag sogar geschafft, mich von ihrer fiktiven Welt, in der die Marin existieren, zu überzeugen.
Was genau man allerdings unter einem Marin zu verstehen hat, lasse ich an dieser Stelle absichtlich im Unklaren, denn Spoiler möchte ich bei dieser Rezension auf jeden Fall vermeiden.

Ein absoluter Pageturner, den ich an einem Tag verschlungen habe.

 

 

 

Was passiert, wenn der Mensch einen würdigen Gegner findet und von nun an nicht mehr uneingeschränkt über die Welt verfügen kann?
An dieser Überlegung hangelt sich Anne Freytag in ihrem Thriller Aus schwarzem Wasser entlang, wobei die Handlungen ihrer Protagonisten stets auch Konsequenzen haben.

Mich konnte dieser Spannungsroman durchaus überzeugen und deshalb gibt es auch eine klare Leseempfehlung von mir.

 

 

♥ Vielen Dank an den bold Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

 

 

Über die Autorin
Anne Freytag hat International Management studiert und als Grafikdesignerin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Für ihre Romane wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur.

Mit »Aus schwarzem Wasser« legt sie ihren ersten Thriller vor.
Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Quelle: dtv / bold Verlag

 

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