Rezension Agatha Christie – Mord auf dem Golfplatz: Ein Fall für Poirot

Rezension Agatha Christie – Mord auf dem Golfplatz: Ein Fall für Poirot

Autor: Agatha Christie
Titel: Mord auf dem Golfplatz: Ein Fall für Poirot
Herausgeber: Hoffmann und Campe / Atlantik Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 16. April 2016
Buchlänge: 240 Seiten
Titel der Originalausgabe: Murder on the Links
ISBN: 978-3-455-65100-3
Preis: TB 12,00€ / eBook 8,99€
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♥ Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

Hercule Poirot erhält den verzweifelten Hilferuf eines französischen Multimillionärs und macht sich mit Hastings auf die Reise. Als die beiden aber in Frankreich eintreffen, liegt der betuchte Monsieur Renauld bereits in seinem frisch geschaufelten Grab – mitten auf dem Golfplatz. Der Brieföffner in seinem Rücken gehört seiner Frau, womit die Polizei den Fall als geklärt betrachtet. Doch Hercule Poirot weiß, dass die Suche nach dem Mörder gerade erst begonnen hat…

Quelle: Atlantik Verlag 

 

 

 

Schuldig im Sinne der Anklage, denn ich habe es schon wieder getan und erneut zu einem weiteren Buch von Agatha Christie gegriffen – aber was soll ich auch machen, wenn mich der Hype gerade gepackt hat?
Für mich gibt es definitiv nur eine Option, und zwar lesen, worauf ich Lust habe und das sind nun mal die Bücher der Queen of Crime.
Diesmal geht es zusammen mit Poirot und Hastings nach Frankreich und der Mord, der sie kurze Zeit später auf einen Golfplatz führt, ist nicht die einzige Besonderheit, mit der sich unser kauziger Detektiv diesmal herumschlagen muss.

Hercule Poirot ereilt ein Hilferuf von einem gut betuchten Monsieur aus Frankreich, weil dieser um sein Leben fürchtet. Als Poirot mit seinem Kameraden Hastings jedoch dort ankommt, kann dieser leider keinerlei Angaben mehr zu seinem Anliegen machen, denn Mr. Renauld ist bereits tot.
Er liegt in einem offenen Grab, in seinem Rücken das Papiermesser seiner Frau.
Schnell sind sich Polizei und dessen angeforderter Detektiv Giraud einig, den Täter innerhalb der Familie bereits gefunden zu haben, doch Poirot ist da anderer Meinung. Doch wer hat den Multimillionär tatsächlich auf dem Gewissen – Verdächtige gibt es genug…

Ein Mord, zwei Leichen, und Poirots erster Gegenspieler – eine perfekte Mischung, um mich mal wieder für einen kompletten Tag auf dem Sofa zu fesseln und die Sonne draußen einfach mal Sonne sein zu lassen.
Agatha Christies Mord auf dem Golfplatz wurde erstmal im Jahre 1923 veröffentlicht und ist, nach Das fehlende Glied in der Kette, der zweite Fall für unser Ermittlerduo Poirot und Hastings.
Wie schon im ersten Buch, berichtet auch diesmal wieder Hastings über den Fall und lässt uns so nicht nur an den umfangreichen Ermittlungen teilhaben, sondern zeigt uns auch, wie ihn Poirots mangelndes Einfühlungsvermögen zwar oft verzweifeln lässt, aber auch wie sehr er ihn für seine Beobachtungshabe und seinen Scharfsinn bewundert.

Der Schreibstil ist gewohnt fantastisch und ich persönlich bewundere und liebe ihre Ausschmückungen und Beschreibungen der Umgebung und ihrer Protagonisten. Vom Kleidungs- und Einrichtungsstil, bis hin zur Galanterie und der Reserviertheit der Menschen in den 20er Jahren ist alles stimmig und man fühlt sich wie ein Zeitzeuge, wenn nach Übersee gekabelt, sprich telegraphiert wird. Dabei ist das Ganze nicht nur von einem Autor der heutigen Zeit ersonnen, sondern so geschildert, wie die Welt zu ihrer Zeit einfach war und wie sie sie erlebt hat.

Auch die Handlung konnte mich erneut überzeugen, denn wie immer ist natürlich nichts wie es scheint. Die Theorien, die ich mir im Laufe der Ermittlungen so spitzfindig zurechtgelegt habe, konnte ich mal wieder in die Tonne klopfen und ich freue mich schon jetzt auf den Tag, an dem ich euch berichten kann: Nina hat den Täter noch vor Poirot entlarvt – ein paar Versuche habe ich ja noch 😊.

Zu Poirots Gegenspieler, dem durchaus von sich überzeugten Detektiv Giraud, gesellt sich außerdem noch eine kleiner Handlungsstrang fürs Herz, denn der gute Hastings verliert nämlich genau dieses an enge gewisse Dame namens Cinderella.
Zwar merkt man dabei, dass Liebesgeschichten nicht unbedingt das Steckenpferd von Christie sind, dennoch gefiel mir dieser Aspekt und die darauf resultierende Festigung der Freundschaft unseres Zweiergespanns sehr.
Somit ist für mich zweifelsfrei erwiesen: Christie hat ein wunderbares Feingefühl für ihre Figuren und die Elemente des Krimis perfektioniert.

 

 

 

Ein grandioses Buch mit vielen und durchaus auch falschen Verdächtigungen.
Ich habe es geliebt, verschlungen und in mein Herz geschlossen und kann deshalb auch nur eine klare Leseempfehlung aussprechen.
Für Fans von Agatha und solche, die es noch werden wollen!

 

 

♥ Vielen Dank an den Atlantik Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über die Autorin
Agatha Christie begründete den modernen britischen Kriminalroman und avancierte im Laufe ihres Lebens zur bekanntesten Krimiautorin aller Zeiten. Ihre beliebten Helden Hercule Poirot und Miss Marple sind – auch durch die Verfilmungen – einem Millionenpublikum bekannt. 1971 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Agatha Christie starb 1976 im Alter von 85 Jahren.

Quelle: Atlantik Verlag

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