Rezension Akram El-Bahay – Anouks Spiel

Rezension Akram El-Bahay – Anouks Spiel

Autor: Akram El-Bahay
Titel: Anouks Spiel
Herausgeber: Ueberreuter Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 17. Februar 2020
Buchlänge: 352 Seiten
ISBN: 978-3-7641-5168-3
Preis: HC 14,95€ / eBook 12,99€
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♥ Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

Was hat Anouk nur getan? Ein unbedachter Wunsch an ihrem 13. Geburtstag – und ihre kleine Schwester ist wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt nur einen Weg, den Wunsch rückgängig zu machen: das magische Spiel. Schafft sie es, den dunklen Prinzen in vier Runden zu schlagen, erhält Anouk ihre Schwester zurück. Gewinnt der dunkle Prinz, verliert Anouk sie für immer. Mit jedem Zug muss sie Mitgefühl, Mut und Weisheit beweisen. Doch der dunkle Prinz ist ihr stets einen Schritt voraus – und stellt Anouk schließlich vor eine unmögliche Wahl

Quelle: Ueberreuter Verlag

 

 

 

Man sollte immer vorsichtig damit sein, was man sich wünscht, denn Wünsche, noch dazu Herzenswünsche, können tatsächlich in Erfüllung gehen.
Das muss auch Anouk an ihren dreizehnten Geburtstag erfahren, als ihre, vor ein paar Monaten geborene Schwester, mal wieder die komplette Aufmerksamkeit ihrer Eltern fordert. Wie schön war es doch ohne dieses quengelnde Geschwisterchen, als sie noch im Mittelpunkt ihrer Familie stand. Doch noch einmal möchte sich Anouk nicht die Show stehlen lassen – und so ist ihr Herzenswunsch schnell niedergeschrieben: Maya muss weg!
Als sie am nächsten Tag in die Küche kommt, ist tatsächlich alles anders und sie wieder Einzelkind. Ihre Eltern sind wie ausgewechselt und erinnern sich überhaupt nicht mehr an Maya, deren ehemaliges Zimmer ebenso verwaist ist, wie das Haus von ihrem Gebrüll. Sie hat es tatsächlich geschafft!
Doch schon bald regt sich das schlechte Gewissen bei Anouk und sie versucht ihren Wunsch rückgängig zu machen. Nur ist das nicht so einfach, wie ihr der plötzlich auftauchende Schimpanse Pan verrät – denn ein Herzenswunsch kann nur dann zurückgenommen werden, wenn sie eine Partie gegen den schwarzen Prinzen gewinnt. Und so betritt Anouk das Spielbrett, um mit Würfeln und Strategie in vier Runden ihre Schwester zurückzubekommen.

Anouks Spiel ist ein mitreißender und wundervoll geschriebener Kinder- bzw. Jugendroman für Leser ab elf Jahren. Ich mochte sowohl die aufgeweckte Hauptprotagonisten, als auch ihre fantasievoll beschriebenen Freunde, die sie während ihrer Reise kennenlernt und vor allem die vielseitige Geschichte, die sich hinter diesem Einzelband verbirgt. Entfernt hat sie mich natürlich auch an den Spielfilm Jumanji erinnert, da dessen Hauptcharaktere ebenfalls in die Welt eines Brettspiels gesogen werden, aber das war es dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten – denn Akram El-Bahay hat hier definitiv eine eigenständige Welt geschaffen, das selbst mich als Erwachsene sehr gut unterhalten konnte.

Auch das Setting, das uns durch und über Wälder, Wüsten, Meere und Berge führt, hat mir sehr gut gefallen. Anouk meistert ihre Aufgaben mit der tatkräftigen Unterstützung von Pan, scheitert jedoch fast immer an der Durchtriebenheit des dunkeln Prinzen. Sie trifft auf eine Vielzahl bizarrer Kreaturen, wobei der Fantasie hierbei keine Grenzen gesetzt sind und lernt neue Freunde kennen. Es sind außergewöhnliche Buchhelden, auf die wir her treffen und genau das, hat auch dem Buch diesen besonderen Reiz gegeben. Natürlich sind gerade für ältere Leser mache Ereignisse durchaus vorhersehbar, dennoch hat es meinen persönlichen Unterhaltungswert in keiner Weise geschmälert.
Und wenn ihr jetzt wissen möchtet, wie und ob Anouk es geschafft, ihre kleine Schwester unversehrt in die Arme ihrer Eltern zurückzubringen kann ich euch nur raten selbst zu dem Buch zu greifen – für kleine Abenteuer lohnt es sich auf jeden Fall!

 

 

 

Akram El-Bahay hat mit Anouks Spiel eine kurzweilige und abwechslungsreiche Geschichte mit Moral, vielen liebenswerten Details und einer tollen Protagonistin geschrieben.
Die Story hat einen hohen Unterhaltungswert und hat mir von vorne bis hinten ziemlich gut gefallen – klare Leseempfehlung.

 

 

♥ Vielen Dank an den Ueberreuter Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über den Autor
Akram El-Bahay hat viele Jahre als Journalist gearbeitet und schreibt nun mit Vorliebe Bücher, die ebenso märchenhaft wie fantastisch sind. Nicht selten finden sich in ihnen orientalische Motive – ganz so, wie es sich für Geschichten eines Halbägypters gehört. Für sein Debüt erhielt er 2015 den Seraph. »Henriette und der Traumdieb« ist sein erstes Kinderbuch.

Quelle: Ueberreuter Verlag

 

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