Rezension Charlie Mackesy – Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd

Rezension Charlie Mackesy – Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd

Autor: Charlie Mackesy
Titel: Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd
Herausgeber: Ullstein Verlag 
Datum der Erstveröffentlichung: 28. Februar 2020
Buchlänge: 128 Seiten
Titel der Originalausgabe: The boy, the mole, the fox and the horse
ISBN: 9783471360217
Preis: HC 20,00€
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 Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

Als ich Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd vor ein paar Tagen als Überraschungspost in meinem Briefkasten vorfand, war ich zugegebenermaßen etwas skeptisch, da ich mit solchen Mut-mach-Büchern häufig meine Schwierigkeiten habe. Denn auch wenn sie in meinen Augen fast immer wunderschön Illustriert sind, tragen sie oft mit ihrer Kernaussage zu dick auf und entlocken mir statt wohligen Gefühlen ein Augenrollen.
Aber jetzt weiß ich, dass das nicht immer der Fall sein muss. Dass solche Bücher durchaus auch auf ganz besondere Weise geschrieben sein können und somit direkt einen Platz im Herzen finden und ich glaube, dort wird es auch sehr lange bleiben. 

 

“Was willst du werden, wenn du groß bist?“
“Freundlich“, sagte der Junge.

 

Zuerst ist da ein Junge, der in seiner Einsamkeit gefangen auf einen Maulwurf trifft. Die beiden freunden sich an und schon bald wird der Maulwurf zu einem Begleiter, einem Vertrauten und einer Bezugsperson. Der Junge teilt alles mit ihm: seine Ängste und auch seine Gedanken. Der Maulwurf hingegen teilt seine Ratschläge und seine Liebe zu Kuchen.
Als sie auf den Fuchs treffen, der in einer Schlinge gefangen ist, weiß der Maulwurf instinktiv, dass dessen Befreiung seinen Tod bedeuten könnte – doch verwehrt er ihm die Hilfe, bedeutet das den Tod des Fuchses. Also befreit er ihn und von da an sind sie zu dritt auf ihrer Wanderung, bis sich auch das Pferd anschließt und mit lange verborgenen Fähigkeiten für Staunen sorgt. 

 

“Also wisst ihr alles über mich?“, fragte der Junge.
“Ja“, sagte das Pferd.
“Und ihr liebt mich trotzdem?“
“Wir lieben dich erst recht“.

 

Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd ist weniger eine zusammenhängende Geschichte, als ein ästhetisch schön illustriertes und handgeschriebenes Buch mit Ratschlägen, Ermutigungen und Lektionen. Es eignet sich sowohl zum Vorlesen und Teilen, aber auch zum alleine genießen und blättern. Dabei hat jede Seite etwas Besonderes, das sich lohnt entdeckt zu werden und ich selbst habe unzählige Worte gefunden, die mich auch jetzt noch innehalten lassen, wenn ich daran zurückdenke. Es ist ein wertvolles Geschenk mit einer klaren Botschaft und zeigt, dass wir durchaus in der Lage sind einander zu unterstützen und zu helfen, ohne etwas anderes dafür zu erwarten als Freundschaft und vertrauen – in uns und in die, die uns tagtäglich lieben. So wie wir sind. 

 

 

Charlie Mackesy hat ein unvergessliches Buch über Freundschaft, Freundlichkeit und Selbstachtung geschrieben, das zwar auf den ersten Blick recht schlicht erscheint, aber wahnsinnig viel Tiefgang besitzt. Ein wahrer poetischer Buchschatz, für den ich nur zu gerne eine klare Leseempfehlung ausspreche!

 

 

♥ Vielen Dank an den Ullstein Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über den Autor
Charlie Mackesy ist Künstler und lebt in Brixton Er begann seine Karriere als Cartoon-Zeichner für The Spectator und als Buch-Illustrator für den Verlag Oxford University Press, bevor er von Galerien unter Vertrag genommen wurde. Auf seiner Website sieht man seine aktuellen Werke: https://charliemackesy.com.

Quelle: https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/autoren/autor-detailansicht/name/charlie-mackesy.html

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