Rezension Michaela Hanauer – Rulantica: Die verborgene Insel

Rezension Michaela Hanauer – Rulantica: Die verborgene Insel

Autor: Michaela Hanauer
Titel: Rulantica: Die verborgene Insel
Herausgeber: Coppenrath Verlag  
Datum der Erstveröffentlichung: 01. Oktober 2019
Buchlänge: 336 Seiten 
ISBN: 978-3-649-62722-7
Preis: HC 16,00€ / eBook 12,99€
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 Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

Meermädchen Aquina hat sich schon immer anders gefühlt, als die übrigen Meermenschen auf Rulantica. Kurz nach ihrem zwölften Geburtstag erfährt sie das Unglaubliche: sie hat einen Zwillingsbruder. Mats, ein Menschenjunge! Und er befindet sich in großer Gefahr. Für Aquina gibt es kein Halten mehr, sie muss ihre wahre Familie finden, bevor es zu spät ist. Mats ist in einem Waisenhaus aufgewachsen, seit er als Findelkind am Strand aufgelesen wurde. Schon immer fürchtet er sich vor dem Meer und dem Wasser. Doch er ahnt nicht, dass er bald in das größte Abenteuer seines Lebens eintauchen wird! Mit ihrem Zusammentreffen erfüllen Mats und Aquina eine jahrhundertealte Prophezeiung der nordischen Götter – und dies kann die Rettung, aber auch den Untergang für die gesamte Inselwelt Rulanticas bedeuten…

Quelle: Coppenrath Verlag

 

 

Schon auf der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt konnte mich Rulantica von Michaela Hanauer allein durch seine wunderschönen Illustrationen beim Durchblättern vollkommen von sich überzeugen und umso gespannter war ich natürlich anschließend auch auf die Geschichte selbst. Ich liebe alles was mit Wasser zu tun hat, möchte sogar so weit gehen, mich selbst als Wassertratte zu betiteln, denn sobald ich vorzugsweise am Meer bin, gibt es für mich kein Halten mehr – ich muss in die Fluten springen und abtauchen.
Und da die Story von Rulantica ebenfalls viel im Wasser spielt, kann mich das Buch ja nur begeistern oder?

Das Meermädchen Aquina ist immer auf der Suche nach neuen Abenteuern, denn obwohl sie in Rulantica eigentlich alles hat, um glücklich zu sein, scheint ihr dennoch immer etwas zu fehlen. Nie kann sie mit den anderen Meermenschen mithalten und auch sonst fühlt sie sich eher wie eine Außenseiterin und wird sogar häufig schief beäugt weil sie keinen Fisch isst. Aber als sie von einem lang gehüteten Geheimnis über ihre Eltern erfährt, ändert sich ihr Leben schlagartig und selbst als nicht nur ihr Leben in Gefahr gerät, zögert Aquina keine Sekunde, es selbst mit nordischen Göttern aufzunehmen. 

Um es nicht allzu spannend zu machen: Ja, Rulantica von Michaela Hanauer konnte mich mehr als überzeugen, denn wenn ihr euch ebenfalls dazu entschließen solltet zu diesem Buch zu greifen, erwartet euch eine wundervolle Geschichte rund um die nordische Mythologie und Freundschaft, die bis ins kleinste Detail bildgewaltig durch die farbigen Illustrationen getragen wird.
Nicht nur die Handlung selbst konnte mich absolut in ihren Bann ziehen, auch der Schreibstil hat mir wahnsinnig gut gefallen und obwohl die Story anfänglich sehr langsam und leise beginnt, verliebt man sich sofort in die Welt, in der Aquina lebt. Die Orte unter Wasser sind sehr anschaulich beschrieben, sodass von Schauplatz zu Schauplatz wunderschöne Bilder im Kopf entstehen und selbst die für uns eher gewöhnliche Menschenwelt bekommt durch Aquinas Schilderungen einen völlig neuen Zauber. Denn als sie zum ersten Mal in diese stolpert, tut sie das ebenfalls auf ihre eigene liebevolle Art und Weise, wodurch ich oft ein Lächeln auf den Lippen hatte und zwischendurch auch wohlig Seufzen musste.
Man nimmt der Autorin vieles ab, wo man bei anderen Büchern vielleicht schon längst mit den Augen gerollt hätte und gerade bei Kinderbüchern ist das für mich persönlich eine ganz großartige Leistung – denn oft scheitern Kinderbücher bei mir an der glaubhaften Darstellung von deren Gefühlen und Ausdrucksweisen. 

Auch die anderen Charaktere und Lebewesen, die sich über und unter Wasser so tummeln, waren sehr gut dargestellt und beschrieben. Besonders habe ich mich hier in Snorri, den Sixtopus und die Kelpies verliebt, deren Beschreibungen und Darstellungen definitiv zu meinen Figuren-Highlights gehören, aber auch Mats, auf dessen genaue Rolle ich gar nicht näher eingehen möchte, fand ich äußerst sympathisch. Ein herzensguter Junge einfach, den man nur gern haben kann. 

Und wenn man jetzt unbedingt nach kleinen Kritikpunkten suchen will, kann man vielleicht anbringen, dass die Geschichte für Erwachsene etwas vorhersehbar ist, aber das ist für mich kein Mangel, den ich in einem Kinderbuch ankreiden möchte. Denn wenn man das Buch als Ganzes betrachtet, hat Michaela Hanauer hier etwas zauberhaftes geschaffen, das sicherlich nicht nur mein Herz mit tosen und brausen erobert hat. 

 

 

Rulantica von Michaela Hanauer erzählt eine fantastische und magische Geschichte einer Unterwasserwelt, der ich vom Anfang bis Ende verfallen war. Die wunderschönen Illustrationen haben das Buch zu etwas Besonderem gemacht und die liebevoll erschaffenen Charaktere noch mehr aufleben lassen. Ich freue mich schon jetzt auf die im Sommer 2020 erscheinende Fortsetzung. 

Und wer wie ich auch nicht genug von Snorri bekommen kann, der wird sich gleich doppelt freuen, denn über ihn wird es auch noch in diesem Jahr ein Bilderbuch geben.

Klare Leseempfehlung für Jung und Alt. 

 

 

♥ Vielen Dank an den Coppenrath Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über die Autorin 
Michaela Hanauer wurde 1969 geboren und lebt mit ihrem Mann und ihrem Kater in München, wenn sie nicht gerade unterwegs ist, um das Ende der Welt zu erkunden. Wäre sie nicht Kinderbuchautorin geworden, dann hätte sie Flugunterricht auf einem fliegenden Teppich genommen, wäre mit Delfinen um die Wette getaucht oder hätte eine Zeitreiseagentur gegründet. Sie hat Aquina, Mats und Snorri getroffen, um sich ihre Geschichte erzählen zu lassen und sie aufzuschreiben. Deshalb weiß sie genau, wo Rulantica liegt, aber sie hat versprochen, das Geheimnis nicht zu verraten!

Quelle: Coppenrath Verlag 

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