Rezension V.E. Schwab – Vicious: Das Böse in uns

Rezension V.E. Schwab – Vicious: Das Böse in uns

Autor: V.E. Schwab
Titel: Vicious: Das Böse in uns
Herausgeber: FISCHER Tor Verlag 
Datum der Erstveröffentlichung: 27. November 2019
Buchlänge: 400 Seiten
Titel der Originalausgabe: Vicious
ISBN: 978-3596705030
Preis: Broschiert 16,99€ / eBook 14,99€
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 Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

 

Als junge und brillante Medizinstudenten teilen sich Victor Vale und Eli Ever auf dem College nicht nur ein Zimmer, sondern auch eine Obsession: Durch eine gezielt herbeigeführte Nahtoderfahrung wollen sie übernatürliche Kräfte in sich wecken. Und sie haben Erfolg. Victor erlangt die Fähigkeit, den Schmerz zu kontrollieren, und Eli wird quasi unsterblich. Doch der Preis ist hoch. Zu hoch.

Zehn Jahre später bricht Victor Vale aus dem Gefängnis aus, um sich an seinem ehemaligen Freund Eli Ever zu rächen. Begleitet wird er von einem jungen Mädchen, das die Toten auferstehen lassen kann. Aber auch Eli hat eine Vertraute gefunden: eine Frau, deren Willen man sich nicht entziehen kann. Beide Seiten suchen die Konfrontation, und sicher ist nur eins: Blut wird fließen.

Quelle: FISCHER Tor Verlag  

 

 

Zwei Medizinstudenten, die mittels Nahtoderfahrungen besondere Fähigkeiten erlangen wollen – klingt in meinen Ohren nach einer perfekten Story, die sich nach langem endlich einmal wieder vom gängigen Mainstream abzuheben scheint. Im vergangenen Jahr bin ich schon auf das Buch von V.E. Schwab aufmerksam geworden und umso größer war natürlich auch meine Vorfreude, als ich es tatsächlich übersetzt in den Händen halten durfte.

Victor Vale und Eli Cardale sind zwei ehrgeizige Medizinstudenten, die kurz vor ihrem Abschluss stehen. Während Victor seine Masterarbeit über Adrenalinauslöser schreibt, hat sich Eli der Forschung zur Existenz Extra Ordinärer Menschen verschrieben und durch die gemeinsame Recherche scheinen sie tatsächlich einen Weg gefunden zu haben, wie auch sie zu einem EO werden können: Durch eine gezielt herbeigeführte Nahtoderfahrung.
Die beiden wagen das Experiment und kommen tatsächlich verwandelt ins Leben zurück – Eli mit der Fähigkeit sich selbst zu heilen und Victor mit der Macht sich und anderen Schmerzen zuzufügen oder diese zu nehmen. Doch am Ziel angekommen bröckelt die dicke Freundschaft plötzlich und aus ehemals besten Freunden werden erbitterte Feinde mit gegensätzlichen Absichten. 

Klingt irgendwie nach einer düsteren Superheldengeschichte im Baukastenprinzip oder? Und zu gewissen Teilen ist es das auch, aber V.E. Schwab hat darüber hinaus auch etwas Neues erschaffen, das bestimmt nicht nur mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Vicious hat viele Besonderheiten. Zum einen beleuchtet die Geschichte ihre Helden aufgrund der speziellen Art von einer anderen Seite und hebt sie schließlich mit der Frage nach Gut und Böse auf ein völlig neues Level. Ist wirklich nur der Böse, der Böses tut oder gibt es Schattierungen und Abstufungen, die man erst durch den richtigen Blickwinkel überhaupt erkennen kann?
Durch diese Frage entwickelt sich auch das außergewöhnliches Kräftemessen von Eli und Victor, das zugleich spannend und brutal ist, wobei Gewaltszenen nie bis ins letzte Detail geschildert werden.

Durch die vielen Zeitsprünge bleibt die Geschichte dynamisch und interessant. Man erhält gut portionierte Einblicke in die Vergangenheiten der beiden und erfährt nach und nach, was sie antreibt und wie sie zu dem geworden sind, was sie nun in der Gegenwart ausmacht. Dabei kämpfen sie natürlich nicht allein, sondern haben ebenfalls meist skrupellose Gegenspieler an ihrer Seite. Hier haben mir besonders die Fähigkeiten von Serena und ihrer Schwerster imponiert und wenn man mich fragen würde, welche Gabe ich von allen bisher genannten gerne möchte, wäre meine Wahl sicherlich auf eine von den Geschwistern gefallen. 

Ich könnte nun ewig so weiter machen. Könnte euch von der gut durchdachten Handlung, der Idee mit dem Schwärzen der Seiten, dem einnehmenden Schreibstil oder den unritterlichen Konkurrenzkämpfen vorschwärmen, aber dann müsste ich das komplette Buch abtippen. Stattdessen möchte ich euch aber raten, selbst in diese Welt abzutauchen und die Aussicht zu genießen. Rosig ist sie zwar nicht, aber dafür einzigartig düster und spannend. 

Aufgrund des Endes freue ich mich jetzt schon sehr auf den Folgeband!

 

 

V.E. Schwab weiß, wie man Charaktere erschafft die bleiben.
Düster und rasant schickt sie mit Vicious nun auch Victor Vale und Eli Ever ins Rennen und ich muss ganz ehrlich sagen, dass diese beiden meinem All Time Favorite August aus Monsters of Verity in nichts nachstehen.

Mit Vicious lässt die Autorin die Grenzen zwischen Gut und Böse gekonnt verschwimmen und erschafft daraus zwei skurrile Superhelden, die begeistern.
Absolute Leseempfehlung  meinerseits!

 

 

♥ Vielen Dank an den FISCHER Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über die Autorin 
Victoria (V. E.) Schwab (*1987) ist als Kind einer englischen Mutter und eines amerikanischen Vaters von unstillbarer Wanderlust getrieben. Wenn sie nicht gerade durch die Straßen von Paris streunt oder auf irgendeinen Hügel in England klettert, sitzt sie im hintersten Winkel eines Cafés und spinnt an ihren Geschichten. Mit ihrer Weltenwanderer-Trilogie landete sie prompt auf der »New York Times«-Bestsellerliste und bekam für ihren Roman »Vier Farben der Magie« einen Filmdeal angeboten.

Quelle: FISCHER Tor Verlag  

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